Industrien in Thüringen

Das Bild zeigt die Autobahn.

Thüringen liegt im Herzen Deutschlands und Europas. Sein kultureller Ruhm geht auf die Weimarer Dichter Goethe und Schiller zurück, aber ebenso geschätzt und weitreichend ist sein handwerkliches Können.   Die Stadt Jena ist die Wiege der modernen optischen Industrie und wurde aufgrund ihrer Kompetenz in Linsenherstellung, Medizin- und Biotechnologie, Photovoltaikproduktion und Softwareentwicklung zur „Stadt der Wissenschaft 2008“ gekürt. Weitere wirtschaftliche Schwerpunkte sind der Motorenbau, die Werkzeugindustrie und die Automobilzulieferindustrie. Hinter berühmten Namen wie Opel, Rolls-Royce, Jenoptik, Bosch und Zeiss hat Thüringen seit der deutschen Wiedervereinigung eine beeindruckende wirtschaftliche Dynamik. 2006 wuchs die Wirtschaft um über 3 Prozent, das verarbeitende Gewerbe erreicht oft Wachstumsraten von bis zu 10 Prozent. Seine Hochschulen und Forschungseinrichtungen bringen Thüringens Unternehmen an die Spitze der Innovation und versorgen sie mit den Fachkräften, die sie brauchen, um dort zu bleiben. In Thüringen gedeiht vor allem der Mittelstand, und die Landesregierung investiert in den kommenden Jahren kräftig, um Brücken zwischen diesen Unternehmen, Forschungszentren und Hochschulen zu bauen. Darüber hinaus wendet die Region erhebliche Ressourcen für die Logistik auf, um den Warenfluss aufrechtzuerhalten und die Welt in die majestätischen Wälder der Region zu bringen, die mit Schlössern und Palästen übersät sind.

Anwendungstechnologien

BWS-Veränderung 2008–20

(in Millionen Euro)

Prozentuale Veränderung

im Vergleich zu 2008

Beschäftigte Personen 2008–20

Prozentuale Veränderung

im Vergleich zu 2008

Automobil

+720–810

+80–90%

+10,500–12,400

+51–60%

Biotechnologie

+140–150

+140–150%

 +1,600–1,800

+100–113%

Medizinische Technologie

+270–300

+123–136%

+3,800–4,300

+83–93%

Energie und Energiespeicher

+470–530

+104–118%

+7,100–8,100

+73–84%

Maschinenbau

+220–300

+20–27%

 +1,500–3,000

+6–13%

Life Sciences (Pharma, Bio- und Medizintechnik)

Thüringen ist Heimat berühmter Innovationen und Entdeckungen: • Lichtmikroskop • Röntgenröhre • Quecksilberfreies Thermometer • die erste industrielle Produktion von Penicillin auf dem europäischen Kontinent • Entschlüsselung der menschlichen Chromosomen 8, 21 und X.

Kernkompetenzen in den Lebenswissenschaften

 

Medizinische Ausrüstung

Biotechnologie

Arzneimittel

• minimal-invasive Technik

• medizinische Laseranwendungen

• medizinische Systeme für Augenheilkunde und Endoprothetik

• Implantate und Biomaterialien

• medizinische Messtechnik und Sensorik

• innovative Therapien

• funktionelle Studien des Genoms

• Diagnostik

• Funktionalisierung von Grenzflächen (Biointerfaces)

• miniaturisierte und hochparallelisierte Analysesysteme (Biochips)

• Entwicklung und Produktion innovativer therapeutischer Wirkstoffe

• Entwicklung und Herstellung von Verbänden

• Herstellung von sterilen Arzneimitteln

• Herstellung von festen und flüssigen Arzneimitteln

Thüringen – Automotive-Hub mit entscheidenden Vorteilen

Thüringen als Zentrum der Automobilindustrie hat eine starke Anziehungskraft: Hier befinden sich die Fabriken globaler Hersteller wie General Motors, Magna, Bosch, BMW, Daimler, IHI und BorgWarner. Thüringen ist Industriestandort mit den kürzesten Wegen zu den Automobilherstellern in Deutschland und Europa. Rund 560 Automobilunternehmen und Automobilzulieferer sind hier vertreten und beschäftigen rund 60.000 Mitarbeiter. Der Gesamtumsatz dieser Unternehmen betrug im Jahr 2014 mehr als 7,7 Milliarden Euro. Neben Großunternehmen sind dies vor allem mittelständische Unternehmen, die durch ihre Flexibilität für Wachstum in diesem Wirtschaftszweig sorgen. Die Stärke dieser Branche in Thüringen ist ihre breite technologische Kompetenz. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts schrieben der legendäre BMW Dixi und die berühmten Sechszylindermotoren der Gebrüder Ley aus Arnstadt ihre Spuren in der Geschichte der Automobilindustrie.

Kurze Kommunikationswege

Das Zentrum der Industrie liegt in der Region Eisenach. Hier liegt der geografische Mittelpunkt Deutschlands. So können Unternehmen, die in Thüringen investieren, von der Nähe zu großen deutschen und europäischen Automobilherstellern profitieren. Fünf Autobahnen verbinden Thüringen mit allen automobilen Zentren und Fertigungsstätten. Die Flughäfen Erfurt, Leipzig und Frankfurt befinden sich in unmittelbarer Nähe. Alle Werke der deutschen Autohersteller liegen maximal 5 Stunden Lkw-Fahrt entfernt.  

Gefragte Profis mit smarten Ideen

Seit über hundert Jahren werden in Thüringen Autos produziert. Und dank dieser Tradition entsteht bis heute viel Know-how im Land. Die Hochschulen Thüringens bilden im bundesweiten Vergleich die meisten Ingenieure aus. Einen Studiengang mit direktem Bezug zur Automobilindustrie bietet die Technische Universität Ilmenau an: Die Fachrichtung „Automobiltechnik“ kann im Bachelor- oder Masterstudiengang studiert werden. Andere spezialisierte Studiengänge wie Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Logistik oder Mobilitätsmanagement bieten:

●     Technische Universität Ilmenau

●     Fachhochschule. Ernst Abbe, Jena

●     Fachhochschule Erfurt

●     Fachhochschule Schmalkalden

●     Berufsakademie Eisenach

„Grüne Mobilität“ als zentrales Bindeglied

Thüringische Automobilzulieferer profitieren in hohem Maße von der Wissenschaftslandschaft und dem Engagement aller Wirtschafts- und Forschungsvertreter, um Thüringen zu einem der herausragendsten spezialisierten Technologiestandorte Europas zu machen. Das Thüringer Wirtschaftsministerium unterstützt Zulieferer von Komponenten für die Automobilindustrie organisatorisch und fachlich dabei, sich rechtzeitig auf die Veränderungen in der Automobilindustrie einzustellen und vom zukunftsträchtigen globalen Markt für „Grüne Mobilität“ zu profitieren.   Das Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) ist das Herzstück der Initiative „Grüne Mobilität“ der Bundesregierung. Unternehmen und Wissenschaftler der TU Ilmenau entwickeln Technologien, die zu einer umweltfreundlichen, ressourcenschonenden und effizienten emissionsarmen Mobilität führen. Forschungsinstitute, wissenschaftliche Forschungsunternehmen und Technologieagenturen in Thüringen:

●     Forschungsinstitut für Mikrosensorik CiS, Erfurt

●     Institut für Mikroelektronik und Mechatronische Systeme (IMMS), Ilmenau

●     Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik der Gesellschaft.

●     Fraunhofer (IOF), Jena

●     Thüringer Forschungsanstalt für Textil u

●     Kunststoffe (TITK), Rudolstadt

●     Gesellschaft für Produktionstechnik und Entwicklung (GFE),

●     Schmalkalden

●     Günther Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung

●     Köhler (IFW), Jena

●     IMG Electronic & Power Systems, Nordhausen

●     adapt engineering, Nordhausen

●     Thüringer Energie und Grüne Technologie Agentur (ThEGA), Erfurt

Mehr über die Thüringer AutoindustrieDas Bild zeigt eine Autofabrik.

Thüringen bietet hervorragende Wachstumschancen für Automobilhersteller sowie Zulieferer von Automobilkomponenten in den unterschiedlichsten Bereichen. IHI Ladesysteme International IHI Charging Systems International entwickelt, fertigt und vermarktet Hochleistungs-Turbolader. Das Unternehmen des japanischen Konzerns IHI Group, einer der größten Hersteller von Turboladern und Aufladesystemen für Pkw und Nutzfahrzeuge, hat ein Werk in Arnstadt, das rund 500 Mitarbeiter beschäftigt. Bell-Ausrüstung Der südafrikanische Baumaschinenhersteller Bell Equipment Ltd. produziert seit 2003 Muldenkipper in Eisenach. Der international tätige Konzern ist einer der beiden führenden Anbieter von Muldenkippern auf dem deutschen Markt. In den kommenden Jahren ist geplant, das Werk für die Produktion von Muldenkippern mit einer Investition von bis zu 20 Millionen Euro auszubauen. BorgWarner-Getriebesysteme Das Potenzial an Fachkräften, eine ausgebaute Verkehrsinfrastruktur und die unbürokratische Unterstützung durch staatliche Stellen zogen den Automobilzulieferer BorgWarner aus den USA nach Thüringen. In Arnstadt errichtete das Unternehmen zwei Fabriken: für die Produktion von Doppelkupplungsgetrieben und für die Produktion von Allradantriebssystemen. Opel Eisenach Seit 1990 produziert Opel in Eisenach Autos. Das heutige Opel-Werk in Eisenach wurde 1992 eröffnet und verbindet modernste Fertigungsmethoden mit innovativen Produkten. In Eisenach wird die gesamte Palette des dreitürigen Corsa und des ADAM-Modells produziert. Mit rund 1.800 Beschäftigten ist das Werk einer der größten Arbeitgeber in Thüringen.

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