Industrien in Bayern

Industrie

Dieses Bild zeigt ein Gebäude in München. Führende Branchen - Elektrotechnik, Maschinenbau, Automobil- und Flugzeugbau. Wichtig sind auch die Textil-, Bekleidungs-, Glaskeramik- und Lebensmittelindustrie (Roh- und Brauindustrie). In den Städten Nürnberg und Fürth konzentriert sich ein Industriezentrum, in dem Unternehmen der Elektro- und Werkzeugmaschinenindustrie, der Verkehrstechnik, des Zeitungs- und Verlagswesens, der Kunststoff-, Spielwaren- und Lebensmittelproduktion vertreten sind. In Regensburg werden die Automobil- und die holzverarbeitende Industrie entwickelt. Ingolstadt ist Standort von Unternehmen der Automobil- und Mineralölindustrie. In Würzburg gibt es Betriebe zur Herstellung von Druck- und Elektrogeräten, Lebensmittel sowie drei der größten Weingüter des Landes. Die Zentralen und Unternehmen großer deutscher Konzerne wie Siemens, EADS, BMW und Grundig befinden sich in Bayern. Bayern ist einer der leistungsstärksten Forschungsstandorte in Europa:

●     Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (Garching);

●     Zentrum für Umwelt- und Gesundheitsforschung (Neuherberg);

●     Forschungszentrum im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik (Oberpfaffenhofen).

Der bayerische Maschinenbau (Mittelfranken, München und Augsburg) stellt etwa 17,7 % der Exporte. Die Branche beschäftigt rund 800 Firmen. Industrieprodukte - Werkzeugmaschinen, Druckgeräte, Dieselmotoren für Schiffe, Turbinen. Von den 27 in Deutschland ansässigen Unternehmen des EADS-Konzerns befinden sich 9 in Bayern. Zu den am weitesten entwickelten Industrien in Bayern gehören auch die Kernenergie (3 Kernkraftwerke), die Chemische Industrie, die Nichteisenmetallurgie und der Wehrtechnische Komplex (8 größte Unternehmen des deutschen Wehrtechnischen Komplexes). Die Leichtindustrie wird von der Bekleidungs- und Textilindustrie dominiert. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie liegt Bayern in Deutschland an erster Stelle, in der Textilindustrie an dritter Stelle nach den Bundesländern Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Wirtschaft und Massenmedien

Dieses Bild zeigt einen Stapel Zeitungen. Bayern ist eine zukunftsträchtige Wirtschaftsregion. Bayern kann als anschauliches Beispiel für einen gelungenen Wandel des Wirtschaftssystems hin zu einem Hochtechnologiestandort dienen.   Aus der ehemals wirtschaftlich rückständigen, typisch agrarisch geprägten Region hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein modernes Industriezentrum mit ausgebautem Dienstleistungssektor entwickelt. Obwohl Bayern nach wie vor wichtigster Lebensmittelproduzent in Deutschland ist, beträgt der Anteil der Landwirtschaft nur 1 % an der Gesamtproduktion. Inzwischen macht der Dienstleistungssektor 67 % des BIP aus. Auf diese Branche entfallen neun von zehn in Bayern gegründeten Unternehmen. Wissensintensive Bereiche wie Beratung im Bereich Unternehmertum, Informationsverarbeitung und Datenbankerstellung, Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros haben eine bedeutende Entwicklung erfahren. Im weltweiten Vergleich gilt Bayern mit seiner wettbewerbsfähigen und zukunftsorientierten Industriestruktur heute zu Recht als eine der führenden Wirtschaftsregionen. Dank einer konsequenten Forschungs- und Technologiepolitik hat sich Bayern zu einem internationalen Wissenschafts- und Technologiestandort entwickelt. Hightech-Branchen sind in Bayern stark vertreten: Informatik und Telekommunikation, Bio- und Gentechnik sowie die Herstellung neuer Materialien. Neben international anerkannten Großunternehmen sind in Bayern zahlreiche mittelständische Unternehmen, aktive Handwerker und ein nachfragesensibler Dienstleistungssektor erfolgreich tätig. Die bayerische Wirtschaftspolitik orientiert sich erfolgreich an den Grundsätzen einer sozial orientierten Marktwirtschaft (Marktwirtschaft mit Elementen staatlicher Ordnung). Traditionell werden in Bayern die Schul- und Hochschulbildung, die berufliche Aus- und Weiterbildung vorrangig gefördert. Ein Beispiel ist das zukunftsträchtige Programm Offensive Zukunft Bayern /Into the future of Bavaria through intensive development/. Zu ihren vorrangigen Zielen gehört der Ausbau des Bildungsangebots und der Aufbau von Bildungseinrichtungen in Bayern. Erwähnenswert sind auch die Bereitstellung günstiger Rahmenbedingungen für neu gegründete Unternehmen, die Entwicklung und Umsetzung fortschrittlicher Technologien und neuartiger Produkte sowie die Erschließung neuer Auslandsmärkte zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft.

High-Tech und wissenschaftliche Forschung

Dieses Bild zeigt drei Computermonitore. Bayern hat sich zu einem der wichtigsten Zentren der wissenschaftlichen Forschung in Europa entwickelt. Hier arbeiten große Forschungseinrichtungen: Institut für Plasmaphysik benannt nach V.I. Max-Planck-Institut in Garching (IPP), Forschungszentrum für Ökologie und Gesundheit in Neugerberg (GSF), Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen (DLR). Vierzehn Institute und Organisationen der Gesellschaft. Max Planck und neun Einrichtungen der Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung. Auch Fraunhofer ist in Bayern angesiedelt. Darüber hinaus unterstützt Bayern alleine oder zusammen mit anderen Bundesländern eine Reihe von Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München. Das Bayerische Forschungsinstitut zur Entwicklung von Abfallverwertungsverfahren mit Sitz in Augsburg hat sich zum Partner für Unternehmen in Umweltfragen entwickelt. Auch das etablierte Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) mit Standorten in Würzburg, Erlangen und München hat sich im Bereich der Erneuerbaren Energien einen Namen gemacht. In Bayern wird die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft besonders geschätzt. Im Bereich Materialforschung und Mikrosystemgerätebau wurde ein Programm zur Unterstützung gemeinsamer Aktivitäten von Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen entwickelt. Für die wissenschaftliche Forschung in der Mikroelektronik wurde eine ausgebaute Infrastruktur aufgebaut (die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft in Erlangen und München). In der Region haben sich mehrere Innovationsförderer etabliert: Gesellschaft zur Förderung von Innovationen und wissenschaftlichen Ideen (Bayern Innovativ Gesellschaft für Innovation und Wissenstransfer mbH), Hightech-Zentren in Martinsried (Biotechnologie) und Augsburg (Umwelttechnik), Zentren Innovations- und Unternehmensgründungsförderung in Erlangen, München, Würzburg; Technologiepark Mittelfranken in Nürnberg.

Fertigungsindustrie

Dieses Bild zeigt die Türen von Autos, die in einer Reihe stehen. Das verarbeitende Gewerbe ist der größte produzierende Sektor und der Leitzweig der bayerischen Wirtschaft.   Bayern ist ein führendes Zentrum für Rundfunk- und Fernsehtechnik, Nachrichtentechnik, Elektrotechnik, Luft- und Raumfahrttechnik. Bayern spielt eine wichtige Rolle in Bereichen wie Maschinenbau, Optik, Herstellung von Automobilen und Ersatzteilen dafür, Computertechnik, Medizin- und Messtechnik, automatische Steuerungs- und Regelungssysteme. Bayern ist Sitz weltbekannter Unternehmen: Siemens, BMW, Audi, MAN und EADS - European Aeronautic Defence and Space Company - Deutschland (ehemals DASA). Bayern ist auch für die Bundesrepublik eine wichtige Region des traditionellen Kleingewerbes. Dies gilt vor allem für die Bekleidungs-, Schuh-, Textil-, Porzellan- und Fayence- und Glasindustrie. Einen wesentlichen Anteil Bayerns am Gesamtvolumen der deutschen Standortindustrie haben Druckereien, Verlage, Spielwarenfabriken, Betriebe der Steinverarbeitung und Erdarbeiten, Lederwaren- und Lebensmittelindustrie.

Banken, Versicherungen, Messen

Dieses Bild zeigt eine Ansicht von Frankfurt. Bayern hat einen entwickelten Bankensektor. München ist nach Frankfurt am Main die zweite Bankenmetropole in Deutschland. Die bayerischen Banken HypoVereinsbank und Bayerische Landesbank - Girozentrale gehören zu den fünfzig größten Banken der Welt. Die Landeskreditbank LfA Förderbank Bayern ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die Fördermittel bereitstellt. Bayern nimmt im Versicherungssystem eine führende Rolle ein. Der Versicherungsstandort München steht bundesweit an erster Stelle vor Köln und Hamburg und an dritter Stelle in Europa nach Paris und London. In Bayern befinden sich:

●     Allianz AG – das größte Versicherungsunternehmen der Welt;

●     die weltweit größte Rückversicherungsgesellschaft;

●     Europas größte Versicherungsgesellschaft bei Rechtsstreitigkeiten;

●     Europas zweitgrößte private Krankenkasse;

●     Der größte Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit in Deutschland.

Darüber hinaus befindet sich in Bayern auch die größte staatliche Versicherungsgesellschaft Deutschlands. Etwa 30 % aller Prämien der deutschen Versicherungswirtschaft werden nach Bayern überwiesen. Messen und Ausstellungen spielen in Bayern immer eine wichtige Rolle. Sie sind Mittler zwischen Produzenten und Verbrauchern, dienen als Informationsquelle über Produkte und helfen, Geschäftskontakte zu stärken. Die Messen in München, Nürnberg und Augsburg sind international bekannt und die Besucherzahlen steigen stetig. In München und Nürnberg gibt es eine Vielzahl hochmoderner Pavillons des Messegeländes.

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