Industrien in Hamburg
Hamburg ist Industrie. Historisch gesehen ist die Branche eng mit der maritimen Industrie verwoben. Der Import von Rohstoffen und deren Verarbeitung und Veredelung für den heimischen Markt oder Export bildete ursprünglich die Grundlage für den Aufbau von Produktionsanlagen. Viele Industrieunternehmen aus Hamburg setzen weltweit Maßstäbe. Aurubis, eine der bedeutendsten Kupferhütten der Welt, hat maßgeblich zum guten Ruf der Hamburger Industrie als Träger von Umweltschutz und sozialer Verantwortung beigetragen. Montblanc ist weltweit bekannt für die Qualität und Exklusivität seiner Schreibgeräte und Accessoires. Unternehmen wie die Beiersdorf AG mit ihren Weltmarken Nivea und Tesa, Bode Chemie, die Eppendorf AG, der Laborgerätehersteller Philips Medical Systems, Olympus Medical Systems und Sysmex spiegeln den hervorragenden Ruf Hamburgs als globaler Standort der Wissenschaft wider. Mit Unternehmen wie Airbus, Lufthansa Technik oder Blohm + Voss ist Hamburg auch im Schiffs- und Flugzeugbau weltweit führend. Mit NXP Semiconductors hat Hamburg zudem einen Blue Chip der Branche vor Ort. Weitere große Produzenten von Investitionsgütern sind die Maschinenhersteller der Stadt. Dolmar fertigt in Hamburg Kettensägen, Hauni-Zigarettenverarbeitungsanlagen, Rofin-Sinar-Hochleistungslaser und Thyssen-Fahrtreppen. Und die Flurförderzeuge von Jungheinrich und Still gelten bei ihrer internationalen Kundschaft als Spitzenklasse. Der Hamburger Hafen, Deutschlands größte Drehscheibe für den Im- und Export von Rohkaffee, Kakaobohnen, Tee, Gewürzen, Rohtabak und Zucker, macht Hamburg zu einem führenden Standort der Lebensmittelindustrie. Internationale Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie wie Unilever und Kellogg's betreiben in Hamburg eine DACH-Zentrale. Auch in Hamburg hat das produzierende Gewerbe eine enorme strategische Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Die Industrie ist Auftragnehmer für andere Wirtschaftszweige und Impulsgeber für technologische Forschung. Hamburgs Aufstieg zum Industriestandort begann mit dem Schiffbau. Eine Handvoll große Werften und viele kleine und mittlere Werften waren die Motoren des industriellen Fortschritts. Mit Blohm + Voss ist eines der weltweit modernsten Unternehmen für Schiffsreparatur und -modifikation in Hamburg zu Hause. Auch beim Bau von Fregatten und Kreuzfahrtschiffen genießt Blohm + Voss einen hervorragenden Ruf. Kreuzfahrtindustrie und Green Shipping sind heute wichtige Treiber maritimer Innovationen. Heute spielt die Luftfahrtindustrie die Rolle, die einst der Schiffbau in Hamburg hatte. Auch die Luftfahrt ist ein Ableger der Hamburger Schiffbauindustrie: Vor rund 80 Jahren – 1933 – begann eine Tochtergesellschaft von Blohm + Voss mit dem Bau von Wasserflugzeugen.

Abgebildet ist ein Flugzeug der Lufthansa.

Luftfahrtindustrie

Hamburg ist neben Seattle und Toulouse einer der weltweit führenden Standorte der zivilen Luftfahrtindustrie. Mehr als 41.000 hochqualifizierte Mitarbeiter arbeiten in der Branche. Die gebündelten Kompetenzen spiegeln alle Facetten des Flugzeugbaus, der Flugzeugwartung und des Flughafenbetriebs wider. Neben den drei großen Unternehmen Airbus, Lufthansa Technik und Hamburg Airport tragen mehr als 300 kleine und mittelständische Unternehmen sowie zahlreiche technologische und wissenschaftliche Einrichtungen zur Luftfahrtkompetenz Hamburgs bei. Airbus betreibt drei Standorte in der Metropolregion Hamburg. Hamburg-Finkenwerder dient nicht nur als Auslieferungszentrum, sondern auch als Produktionsstandort der meistverkauften A320-Familie von Airbus. Die Hamburger Technologie- und Forschungsteams von Airbus haben auch die Kabine für das Kohlefaserflugzeug A350 entwickelt. Im Showroom des A350 Customer Definition Center können Kunden die Kataloglösungen greifbar und virtuell erleben. Buxtehude ist das Airbus-Kompetenzzentrum für elektronische Kabinenmanagementsysteme wie CIDS, Stade ist das Kompetenzzentrum für Kohlefaserverbundwerkstoffe. Ebenfalls in Stade ansässig ist die 100-prozentige Airbus-Tochter KID-Systeme. Gemeinsam mit dem Lieferantennetzwerk entwickeln sie im CFK Valley Stade zukunftsweisende Bauweisen und automatisierte Fertigungsprozesse im Wachstumsmarkt der kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffe (CFK). Lufthansa Technik ist der führende Anbieter von Wartungs-, Reparatur-, Überholungs- und Modifikationsdienstleistungen für zivile Flugzeuge. Mit maßgeschneiderten Wartungsprogrammen und modernsten Reparaturmethoden sichert Lufthansa Technik die ungebrochene Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Flotten ihrer Kunden. Das ZAL – Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung Hamburg – ist das technologische Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk der zivilen Luftfahrtindustrie in der Metropolregion Hamburg. Es fungiert als Schnittstelle zwischen akademischen und Forschungseinrichtungen, der Luftfahrtbranche und der Stadt Hamburg mit dem Ziel, den weltweit drittgrößten zivilen Luftfahrtstandort in Hamburg zu sichern und kontinuierlich auszubauen. In enger Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtcluster Hamburg Aviation bündelt das ZAL die technologische Kompetenz der Stadt in einer einzigen Einrichtung, dem ZAL TechCenter, und schafft so Synergien. Der Fokus des ZAL liegt auf der Integration und Industrialisierung von Luftfahrttechnologien. Dazu vernetzt das ZAL Wirtschaft und Wissenschaft, etabliert eine anwendungsorientierte Think-Tank-Kultur und stellt seinen Partnern modernste Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur zur Verfügung.

Das Bild zeigt Frachtschiffe im Hafen.

Zentrum des internationalen Handels

Die Hansestadt ist eine der attraktivsten Städte der Europäischen Union. Sie zieht Unternehmen, Institutionen und Fachleute aus der ganzen Welt an. Mehr als 100 konsularische Vertretungen vertreten ihre Interessen. Seit der Gründung des Hafens vor über 830 Jahren wurden in Hamburg Weltoffenheit, Toleranz und Gastfreundschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Als sich das aufstrebende Handelszentrum im 14. Jahrhundert der Kaufmannshanse anschloss, wurde Hamburg zum wirtschaftlichen Zentrum des Nord- und Ostseeraums. Hamburg hat sich zu einem echten Global Player und einer Weltstadt entwickelt. Seitdem hält das „Tor zur Welt“ seine Tore stets in beide Richtungen offen – hinaus in die Welt und offen für die Welt, die nach Hamburg kommt. Heute ist die Hansestadt eine der attraktivsten Städte der Europäischen Union. Sie zieht Unternehmen, Institutionen und Fachleute aus der ganzen Welt an. Rund 250.000 Bürgerinnen und Bürger aus 185 Nationen haben Hamburg zu ihrer neuen Heimat gemacht und arbeiten derzeit an den Ufern von Alster und Elbe. Mehr als 100 konsularische Vertretungen vertreten ihre Interessen. Mehr als 550 Unternehmen aus China, 100 aus Japan und 50 aus Taiwan machen Hamburg zum deutschen Standort mit der größten Asienkompetenz. Auch Unternehmen aus Mittel- und Osteuropa, Skandinavien, Großbritannien und den USA steuern von Hamburg aus ihre Aktivitäten im D-A-CH-Markt und in Nordeuropa. Hamburg wird immer ein hervorragendes Umfeld mit idealen Bedingungen für Menschen und Unternehmen sein, die etwas bewegen wollen. Das Team des Hamburg Welcome Centers berät Sie kompetent und kostenlos zu allen Fragen rund ums Arbeiten und Leben in Hamburg. Darüber hinaus bieten sie ein spezielles Beratungsangebot für qualifizierte Führungskräfte, Wissenschaftler und Experten zu Ausländer-, Melde- und Steuerfragen an.

Das Bild zeigt ein Mikroskop.

Biowissenschaften

Biowissenschaften spielen im Norden eine wichtige Rolle. Die Mischung aus Innovation und Tradition bildet ein einzigartiges Umfeld für Medizintechnik-, Biotech- und Pharmaunternehmen. Die Medizintechnik hat in Hamburg seit jeher eine starke Stellung. Kaum eine andere deutsche Region verfügt über eine so ausgeprägte Wirtschaftsstruktur und ideale Bedingungen in der medizinischen Forschung und Entwicklung. Hier entwickeln und produzieren große Unternehmen wie Olympus Medical Systems, Philips Medical Systems, Weinmann Medical Technology, Eppendorf AG, Dräger Medical und Johnson & Johnson Medical erfolgreiche Lösungen für den globalen Medizinmarkt. Aber auch rund 500 kleine und mittelständische Unternehmen sind in Hamburg bestens aufgestellt, wo bildgebende und chirurgische Technologien zu neuen Höhen geführt werden. Auf dem Campus des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf bietet das CTC North das gesamte Leistungsspektrum der klinischen Forschung und ist damit der ideale Partner für die Pharma-, Biotech- und Medizinprodukteindustrie. Gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg gründete Philips den Health Innovation Port (HIP), den ersten Coworking Hub in Hamburg mit den Schwerpunkten eHealth, Gesundheit und Medizintechnik.

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